Urin, der zu 95 % aus Wasser besteht und reich an Nährstoffen (Stickstoff, Phosphor, Kalium) ist, stellt eine natürliche landwirtschaftliche Ressource dar. Als Dünger eingesetzt, ist er eine vorteilhafte Alternative zu chemischen Düngemitteln.
Forschungsarbeiten, wie beispielsweise die des Programms OCAPI (École des Ponts ParisTech), zeigen, dass 1 Liter Urin dazu beitragen kann, das Äquivalent von zwei Baguettes zu produzieren.
Durch die Förderung der lokalen Verwertung von Ressourcen trägt Sanisphere dazu bei, die Betriebskosten zu senken und gleichzeitig eine nachhaltigere und widerstandsfähigere Landwirtschaft zu unterstützen .
SANISPHERE engagiert sich aktiv für den Aufbau von Verwertungskettenund stützt sich dabei auf die Schaffung von Quellen für getrennt gesammelten Urin aus seinen Anlagen stützen. Gestützt auf operativen Konzeptnachweisenunterstützt das Unternehmen interessierte Kommunen bei der Umsetzung regionaler Verwertungskonzepte.
SANISPHERE übernimmt somit die Rolle eines Vermittlerund fördert die Vernetzung zwischen Kommunen, in deren Gebiet Lagerstätten vorkommen, und landwirtschaftlichen Akteuren, die an diesen neuen Ressourcen interessiert sind.
SANISPHERE beteiligt sich an dem Kollektiv Urivalyon , einer regionalen Initiative, die darauf abzielt, eine Wertschöpfungskette für die Verwertung von menschlichem Urin für landwirtschaftliche Zwecke aufzubauen. Dieses Projekt bringt Akteure aus den Bereichen Bauwesen, Abwasserentsorgung, Forschung, Landwirtschaft und Kommunalverwaltung zusammen, um konkrete Lösungen für die Sammlung und Verwertung von Nährstoffen zu erproben. Ziel ist es, die Rückführung von Stickstoff und Phosphor in den Bodenzu fördern und gleichzeitig die Abhängigkeit von synthetischen Düngemitteln zu verringern. Dieser Ansatz trägt dazu bei, einer nachhaltigeren und widerstandsfähigeren Landwirtschaft.
Dieser Ansatz steht voll und ganz im Einklang mit dem Engagement von SANISPHERE im Rahmen des Netzwerk für ökologische Abwasserentsorgung (RAE), einem Verein, der sich seit über zehn Jahren für das Gemeinwohl im Bereich der Abwasserentsorgung einsetzt. Das RAE fördert einen ökologischen Ansatz, der auf einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, der Verringerung von Umweltbelastungen und dem Recycling von Stoffströmen basiert und in enger Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Akteuren umgesetzt wird.
SANISPHERE ist zudem Mitglied derATEP, dem Branchenverband der Akteure im Bereich der Grundstücksabwasserbehandlung, in dessen Rahmen das Unternehmen gemeinsam mit engagierten und anerkannten Akteuren der Branche zu technischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Überlegungen im Zusammenhang mit netzunabhängigen Abwasserentsorgungslösungen beiträgt.
Wir bei Sanisphere sind davon überzeugt, dass jeder Tropfen zählt. Das Projekt Ti²VALUE zielt darauf ab, wasserlose Toiletten zu entwickeln, die für mehrstöckige Gebäude geeignet sind und es ermöglichen, den Wasserverbrauch drastisch zu senken und gleichzeitig die im Urin und in den Feststoffen enthaltenen Nährstoffe zu verwerten.
Dank innovativer Technologien, darunter selbstreinigende Oberflächen sowie optimierte Trenn- und Fördersysteme, erleichtert Ti²VALUE den täglichen Gebrauch und gewährleistet Hygiene und Komfort für die Nutzer.
Über die technologische Innovation hinaus stützt sich das Projekt auf einen sozialen und kooperativen Ansatz in Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft und lokaler Verwaltung, um lokale Verwertungsketten aufzubauen und die Akzeptanz dieser Lösungen zu fördern.
Sanisphere trägt zu widerstandsfähigeren Gebäuden, einer besseren Wasserwirtschaft und einer geringeren Umweltbelastung bei und legt gleichzeitig den Grundstein für eine Kreislaufwirtschaft der Ressourcen, die aus unserem täglichen Leben stammen .
Die Baumbestände des Klosters Grande Chartreuse erneuern
Ein Förderengagement zugunsten des Waldkulturerbes
Im Rahmen unserer Politik der sozialen Verantwortung haben wir uns entschlossen, ein Projekt zum Schutz des Staatswaldes Grande Chartreuse zu unterstützen, der im Herzen des Regionalen Naturparks Chartreuse im Departement Isère liegt.
Dieser Wald, der das Gütesiegel „Forêt d’Exception®“ausgezeichnet wurde, ist für den Reichtum seines natürlichen, landschaftlichen und kulturellen Erbes bekannt. Er beherbergt insbesondere das Kloster Grande Chartreuse, ein historisches Denkmal und eine Hochburg der Spiritualität, das jedes Jahr von mehreren Tausend Menschen besucht wird.
Angesichts der Auswirkungen des Klimawandels zeigen heute fast 600 denkmalgeschützte Bäume, die die Allee zwischen La Correrie und dem Kloster säumen, Anzeichen von Schwächung. Viele dieser über hundert Jahre alten Bäume erfordern eine sorgfältige Überwachung, um ihre Erneuerung und den Fortbestand des Geländes zu gewährleisten.
So haben wir ein mehrjähriges Bewirtschaftungsprogramm unterstützt, das vom Nationalen Forstamt geleitet wird. Dieser Plan sieht schrittweise und durchdachte Maßnahmen vor: eine gründliche pflanzengesundheitliche Bestandsaufnahme, Schnittmaßnahmen, gezielte Fällungen, sofern erforderlich, eine verstärkte Überwachung sowie die Erhaltung von Bäumen mit hohem ökologischen Wert.
Mit diesem Sponsoring bekräftigt SANISPHERE erneut sein Bestreben, konkret zum Erhalt der Ökosysteme, zum Schutz des Naturerbes und zur Weitergabe lebendiger und widerstandsfähiger Lebensräume an künftige Generationen beizutragen.
Bildnachweis: ONF